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Urlaub mit unseren Pudeln

 Unsere Urlaubsreise nach Ungarn, Juli 2006. Pudeldame Gisella erzählt:      

Und meine Eltern hatten doch extra über Hundereisen.de ein Haus mit eingezäuntem Grundstück für uns in Ungarn gemietet mit Badesee für uns in der Nähe. Das Haus war auch wirklich sehr schön, es war eigentlich wie bei uns zuhause. Aber eingezäunt? Manou (die ich insgeheim die rote Zora nenne) hatte schnell herausgefunden, daß da überhaupt kein Zaun war, sondern nur eine Hecke und daß man da beliebig auf Nachbars Grundstück rennen konnte. Und sie hatte auch schnell herausgefunden, daß Nachbars STruppi den ganzen Tag an der Kette lag und diese nur begrenzt lang war, so daß sie zu jeder Gelegenheit Struppi ein paar Grimassen zuwerfen konnte,und wenn Struppi wütend kläffte, sich durch die Hecke retten konnte. Immerhin sah man Struppis Kopf mit den gebleckten Zähnen durch die Hecke blitzen. Manou ist eben taktlos, hat kein Mitleid mit dem armen Kerl, der dan ganzen Tag nichts zu tun hatte, als seinen leeren Futter-und Trinknapf durch die Gegend zu schleudern, und daß bei 40 Grad im Schatten.Aber jetzt hatte er ja was neues, Manou hatte Farbe in sein Leben gebracht. Uns wurde es sehr heiß und meine Eltern nahmen uns zu einem Baggersee mit. Sie suchten uns eine sTelle, wo es nichts gab, außer Gestrüpp, viel Müll und Wasser und kein Schild mit Hundeverbot. Ich, Gisella, hüpfte todesmutig ins Wasser, wegen dem Stöckchen, daß ich gerne hätte. Außerdem fanden meine Eltern das lustig. Die anderen kümmerten sich lieber um den Menschenmüll. Mein Frauchen sah wirklich sehr hübsch aus in dem geblümten Bikini, fand ich. Plötzlich tauchte ein Boot auf und der Mensch der darin gestikulierte genauso wütend wie Struppi, konnte uns denn hier keiner leiden?. Meine Eltern packten sofort ihre Sachen und uns und ich ahnte schon, daß es wieder in dieses stickige Auto gehen sollte. Dann kam genauso plötzlich ein Milizauto angerauscht. Wir waren schon fast im Auto, mein Frauchen immer noch im geblümten Bikini, und mein Herrchen hatte mit seiner nassen Badehose noch im Gebüsch zu tun, sprang schon wieder ein Struppi aus dem Auto raus und man zeigte uns eine Spielzeugpistole (kenne ich, habe schon so was zerkaut). Sah mein Frauchen denn so gefährlich aus? Aber bestimmt war ich daran schuld,weil ich als einzige im Wasser war, und mit nassem Fell muß ich wohl entsetzlich ausgesehen haben. Jedenfalls kamen wir doch noch heil ins Auto. Aber ich sage euch, meine Eltern wollen nie wieder nach Ungarn, meine Eltern hatten doch zuviel Angst vor der Spielzeugpistole, ich hätte sie zerkaut!

Jetzt erzählt mein Frauchen weiter: Da wir nun uns in der Öffentlichkeit mit unseren Hunden nicht sehen lassen konnten, waren wir also mehr ans Haus gebunden, wir hatten doch Urlaub mit Hund gebucht. Herwart nahm einen Kochkurs bei mir an, und die Reste, na die bekam Struppi. Ich war dagegen, ich wollte mir Struppi überhaupt nicht näher anschauen. Nun tat ich es doch, ich fütterte ihn, dann sah ich überall seine offenen Wunden, sein klapperdürres Gestell, er war sowieso einfach nur häßlich. Eben Struppi. Er hatte bestimmt 80 cm Schulterhöhe, endlos lange Beine, fast ohne Haare, dafür am Körper sehr struppig, ich sah nach seinen Zähnen, Vorbiß! Struppi fing an, sich zu freuen, wenn ich kam und auch Manou kläffte ihn nicht mehr an. Ich wusch seine Wunden mit Jod aus, wo 1000 Fliegen sich eingenistet hatten und fing an mit ihm herumzualbern. Ich wollte ihn ja nicht mehr füttern, aber er beobachtete mich auf Schritt und Tritt, er hatte ja nichts anderes zu tun. Den ganzen Tag in der segenden Sonne, ohne Wasser und ohne Fressen , nur die Fliegen als Gesellschafter. Jedesmal fraß er gierig, aber nur noch so nebenbei, er wollte was anderes. Er wollte von mir gestreichelt werden und mit mir spielen. Sein Gesicht nahm dann einen hinreißenden Ausdruck an. Was der für Augen hatte, inzwischen hieß er nicht mehr Struppi, sondern Gabor! Mein Hundefrisörblick ließ ihn schon zu einem schönen Hund werden, da mahnte mich Herwart, daß wir ihn nicht mitnehmen, wir könnten nicht die ganze Hundewelt retten und außerdem wäre ich doch Pudelzüchterin. Also fuhren wir ohne Gabor, ich habe mich auch nicht von ihm verabschiedet, sondern habe mich einfach so davongestohlen.

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